inside DZPG MindMatters - TZR People (E23): Dr. Myriam Bea / TZR

Shownotes

Mit Oli als Host feiert der dritte wichtige Baustein des DZPG sein Podcast-Debüt: Der Trialogische Zentrumsrat (TZR). Wie er entstanden ist, woher sein Name kommt und warum er für das DZPG schon immer essenziell war, darüber spricht Oli mit Dr. Myriam Bea. Sie ist Geschäftsführerin bei ADHS Deutschland und seit den Anfängen ein Teil des TZR. Von ihr erfahren wir auch, woher die Namen TZR und DZPG eigentlich kommen und was für sie in ihrem Engagement wirklich wichtig ist.


Zentrale Themen

  • Die Entstehungsgeschichte des TZR
  • Myriams persönliches Engagement und ihr Blick auf partizipative Forschung
  • Myriams Wünsche für die Zukunft des TZR

Über das Format: In inside DZPG MindMatters stellen wir Menschen (people), Projekte (projects) und Forschungserkenntnisse (products) der verschiedenen DZPG Standorte vor. Ziel der TZR Formate ist es, Personen vorzustellen, die sich im Trialogischen Zentrumsrat des DZPG engagieren. Im Gespräch mit Oli berichten sie von ihrem Engagement, sprechen über die Arbeit des TZR und bieten individuelle Einblicke in die partizipative Forschung.


Quellen, Links, Literatur: dzpg-academy@med.uni-tuebingen.de

Transkript anzeigen

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen.

00:00:11: Heute melden wir uns wieder

00:00:12: ... Lynia?

00:00:13: Hallo!

00:00:14: Wir sind heute eigentlich gar nicht dran.

00:00:16: Wir starten ja heute was Neues, haben wir mal gedacht.

00:00:18: Okay.

00:00:19: Kannst du mir kurz auf die Sprünge helfen?

00:00:21: Ja, wir möchten an Olli übergeben.

00:00:23: Ach ja, da Olli.

00:00:24: Erinnerst du dich genau?

00:00:25: Ja vom TZR.

00:00:26: Olli ist Mitglied im TZr.

00:00:29: Und wir hatten ja eigentlich die ganze Zeit schon den Plan das ... Dieser Podcast organisiert wird wie alles im DZPG.

00:00:36: Es gibt einen Teil, den machen die PI's also die wissenschaftlichen Mitglieder.

00:00:41: es gibt einen teil den gestalten die ECS Die Early Career Scientists und das soll aber auch ein Teil geben indem die Menschen aus dem TZR beziehungsweise auch insbesondere die Erfahrungsexpertinnen oder die Menschen sich mit partizipativer Forschung beschäftigen zu Wort kommen.

00:01:01: Trierlogischer Zentrumsrat,

00:01:03: richtig?

00:01:03: Ja genau.

00:01:04: Richtig!

00:01:04: Der Trier-Logische Zentrum-Rat ist das politische Gremium im DZPG, dass die Partizipative Forschung steuert.

00:01:12: der ist trierlogisch besetzt mit Betroffenen Angehörigen und auch Wissenschaftlern und die diskutieren die Strukturen rund um die partiziprative Forschung im D ZPG.

00:01:25: Es gibt auch noch den TSR beziehungsweise DIE TSR sagt jedes was.

00:01:30: Das sind die dreialogischen Standortrate.

00:01:33: Stimmt's an jedem Standort?

00:01:35: Genau, an jedem standort gibt es das auch noch mal den Kleiner sozusagen, die dieselben Fragen aber konkret für den jeweiligen Standort diskutieren.

00:01:44: Wir fangen jetzt aber an mit dem TZR also dem Rad der sich mit den Fragen fürs ganze DZBG befasst und beziehungsweise wir stimmt eigentlich gar nicht Olli.

00:01:55: Olli fängt jetzt an genau!

00:01:57: Und damit übergeben wir an Olli.

00:01:59: Hallo und herzlich willkommen zu People at TZR, dem Podcast des Trialogischen Zentrumsrat vom Deutschen Zentrum für psychische Gesundheit.

00:02:09: Mein Name ist Olli!

00:02:10: Wir wollen heute die Menschen hinter dem trialogisch besetzten Zentrumschrat vorstellen mit ihren Ideen, Perspektiven und Persönlichkeiten.

00:02:19: Heute spreche ich mit Miriam – hallo Miriam, schön dass du da bist.

00:02:23: Hallo Olli, es ist schön, dass ich hier sein darf.

00:02:26: Miriam, wer bist du eigentlich?

00:02:28: Wie würdest Du Dich mit drei Worten beschreiben?

00:02:31: Wer ich bin.

00:02:32: Ich bin Dr.

00:02:33: Miriam Beer, Geschäftsführerin bei ADHS Deutschland und seit Anfang des Trialogischen Rates mit dabei.

00:02:42: Prima!

00:02:43: Was hatte ich denn motiviert Teil des Zentrumsrats zu werden?

00:02:47: Ja, motiviert hat mich ja gar nicht.

00:02:49: Ich war da eher durch Zufall reingerutscht.

00:02:53: Da muss ich vielleicht ein bisschen ausholen und dir die Geschichte des CZRs erzählen.

00:02:58: Mach

00:02:59: das gerne, mach das gerne!

00:03:00: Das ist

00:03:00: vielleicht auch ganz spannend.

00:03:02: Vor fünf Jahren im Mai, twenty-一.

00:03:06: wurde ja im Grunde das ganze deutsche Zentrum für psychische Gesundheit in Gang gesetzt Und in dem Rahmen wurden Menschen mit Erfahrungsexpertise sowohl betroffen als auch Angehörige in Deutschland angeschrieben von den sechs Standorten und eingeladen in einem sogenannten bundesweiten trialogischen Beirat mitzuarbeiten.

00:03:30: Es gab dann ein erstes Treffen im September, tatsächlich war es so dass ich erstmal gar nicht dabei war sondern eine ehrenamtliche Kollegin von mir von ADHS Deutschland in Tübingen Die auch zum ersten Treffen in Tübingen ging und dann aber feststellte, das ist etwas Bundesweites.

00:03:50: Und dann im Laufe des Sommers sagte ich habe einen Job.

00:03:53: Ich kann da mal nicht eben nach Berlin zu einem Treffen fahren und das Ganze an mich abgegeben hat.

00:03:58: Dann war ich eingeladen nach Berlin, konnte leider aber auch nicht hinfahren.

00:04:03: Wurde aber danach angerufen gesagt ja... Ah, der heißt Deutschland und man kennt dich ja auch.

00:04:08: Wir haben gedacht es wäre doch gut wenn du hier richtig mitmischst.

00:04:11: wir haben dich als Angehörigensprecherin gewählt.

00:04:14: Richtig mitmischen genau!

00:04:16: Und so bin ich dazu gekommen wusste erst mal gar nicht so genau um was es ging habe aber dann schnell festgestellt das ist eine tolle Sache weil wir können mitmachen.

00:04:25: und tatsächlich war's dann so.

00:04:27: es waren ungefähr zwanzig Leute von diesen sechs Standorten aus ganz Deutschland Leute, weil man halt geguckt hat wer macht denn irgendwas irgendwo in der Selbsthilfe oder in anderen Gremien was damit zu tun hat wo Menschen mit einer Erkrankung unter Spörungen oder Dispositionen oder ihre Angehörigen aktiv sind.

00:04:47: Also es waren natürlich viele aus Selbsthilfeverbänden aber nicht nur dabei.

00:04:52: und dann haben wir festgestellt wie sehr bunt gemischt sehr verschiedene Erkankungen und Störungen dabei.

00:04:59: und wir dürfen jetzt mitmachen.

00:05:02: Und das haben wir dann auch getan.

00:05:04: Wir sind wirklich überall hin mit eingeladen worden und gefragt wurden, uns einzubringen.

00:05:10: Ich glaube es haben wir sehr erfolgreich gemacht.

00:05:12: Wir haben tatsächlich eine eigene Geschäftsordnung gegeben.

00:05:17: Und zwar einmal für die einzelnen Standorte aber eben auch für unser übergeordnetes Kremium.

00:05:24: Der Name Bundesweiter Trialogischer Beirat gefiel uns nicht so gut.

00:05:29: Dann haben wir beschlossen... Trierlogisches ist toll, aber Beirat hört sich so an wie dabei.

00:05:36: Und es ist ein bisschen wie ein Ornament, dass etwas dabei noch schmückt und dann wird das wir sind ein Rat.

00:05:43: Dann haben wir gesagt, wir sind der trierlogische Zentrumsrat weil es ja auch ein deutsches Zentrum sein sollte.

00:05:51: Als nächstes kam der Name DZP-Deutsches Zentrum für was denn?

00:05:56: Psychische Erkrankung für die Psychos.

00:06:00: Und dann haben wir gesagt, wir hätten gerne noch ein G dahinter.

00:06:04: Damit klar ist es das Deutsche Zentrum für psychische Gesundheit.

00:06:08: Das ging auch ein bisschen hin und her.

00:06:10: Wir konnten aber tatsächlich alle Beteiligten davon überzeugen dass das ein guter Name ist.

00:06:15: Dazu gehört auch das Ministerium das letztendlich dazu auch sein okay geben musste und es auch getan hat und ich glaube das hat uns sehr selbstbewusst gemacht Was wir gesagt haben, wir haben tatsächlich nicht nur eine Stimme, die gehört wird.

00:06:28: Sondern sie auch was bewegen kann und das ist so ein bisschen die Historie wie das angefangen hat.

00:06:37: Wir haben uns natürlich auch wirklich zusammen geraucht weil wir so unterschiedlich sind jung und alt sehr schwer betroffene aus ganz unterschiedlichen Hintergründen Lebenswelten Und ich glaube es hat uns allen gut getan.

00:06:52: Wir haben sehr voneinander gelernt viele interessante Menschen und Sachen kennengelernt.

00:07:01: Und das hat uns zu dem, was wir jetzt sind gemacht – nämlich zu einem sehr diversen, sehr offenen aber auch von sich durchaus überzeugten Vertretung der Betroffenen- und Angehörigen zusammen mit den Profis für dieses ganze

00:07:18: Zentrum.".

00:07:20: Wow, vielen Dank liebe Miriam.

00:07:21: Das war jetzt sehr viel zu der Historie des Trialogischen Zentrums.

00:07:25: Jetzt weiß ich auch endlich mal wo der Begriff herkommt und wie er entstanden ist.

00:07:28: Danke dafür!

00:07:31: Ja, Trialogue – was bedeutet überhaupt Trialogg für dich ganz persönlich?

00:07:35: Du hast jetzt ein bisschen etwas von dir erzählt aber was meinst du, was steckt hinter dem Bereich Triallog für dich?

00:07:43: Also tatsächlich das, was das Wort aussagt, Trias III Und das sind ja auch immer die drei.

00:07:48: Es ist der Betroffene, jeder hat in der Regel Angehörige oder zumindest Zugehöriger und natürlich haben wir immer die Profis, die ja helfen und unterstützend an der Seite stehen sollen und gemeinsam mit eben den beiden anderen schauen sollen, dass es dem Betroffenen besser oder gut geht.

00:08:10: Ich glaube tatsächlich in der Medizin ... Es ist immer erforderlich, dass man gemeinsam und zwar wer es schon partizipativ miteinander Dinge bespricht.

00:08:21: Und auch entscheidet denn letztendlich ist doch jeder selber für sich seine Gesundheit und sein Wohlergehen verantwortlich.

00:08:28: manchmal ist das natürlich schwierig in schweren psychischen Krisen.

00:08:32: dafür haben wir dann oft auf die Zugehörigen.

00:08:34: aber ich glaube bestmöglichste Ergebnisse auch eine Bestmögliche zufriedenheit auch für die Profis erreichen wir wenn wir zu dritt eben zusammenarbeiten.

00:08:44: Wofür möchtest du dich denn ganz persönlich im TZ eher besonders stark machen, liebe Miriam?

00:08:52: Gute Frage!

00:08:53: Also ich glaube tatsächlich mich ist das wichtigste, dass Miteinander und dass wir wirklich aufeinander achten und zwar alle drei Berufs- oder Vertretungsgruppen und gemeinsam... Das Gemeinsam ist glaub ich mein besonderes Ziel.

00:09:08: Gemeinsames klingt doch sehr schön.

00:09:10: ja, das wäre wirklich gut.

00:09:11: Danke dir Was bringst du denn aus deiner Perspektive, weil du hast eben erzählt wo du herkommst was du machst.

00:09:19: Was bringest du dann aus deine Perspektiven mit ein?

00:09:21: Was andere vielleicht nicht kann zu sehen?

00:09:24: Ich weiß nicht ob sie so sehen.

00:09:25: ich bin von Hause aus Juristin und glaube da bin ich einfach pragmatisch und sehr an natürlich auch Gesetzen und Regelungen orientiert Und die versuche die Pragmatik und auch die Sachlichkeit reinzubringen und in manchen Diskussionen einfach zu sagen, wie die Rechtslage ist drin.

00:09:44: Ja das habe ich auch schon selber erlebt bei dir hier.

00:09:48: Miriam du hast die Frage wahrscheinlich auch schon beantwortet.

00:09:51: Ich stelle sie trotzdem.

00:09:52: Was war denn bisher dein Aha-Moment im TZR für dich oder im DZPG für dich?

00:09:59: Oh, ich hab viele Aha-Momente gehabt.

00:10:01: Das gibt's eigentlich nicht den Aha-Moment.

00:10:04: Ich glaube immer wieder neue Leute kennenzulernen mit neuen Lebensgeschichten und natürlich dich kennenzulernen.

00:10:13: Und das kann ich nur spiegeln?

00:10:14: Danke!

00:10:15: Ich glaub',

00:10:15: dass ist so der Punkt weil aus diesen neuen Bekanntschaften manchmal Freundschaft werden auf jeden Fall aber gute Netzwerke die wieder mich sehr befruchten in meinen anderen Tätigkeiten oder Arbeitsfeldern.

00:10:28: Das kann ich nur bestätigen.

00:10:30: Miriam, stell dir vor wir treffen uns in fünf Jahren wieder ob hier oder woanders das im Prinzip egal.

00:10:38: was sollte sich in dem Bereich psychische Gesundheit verändert haben?

00:10:42: Die Versorgungslage!

00:10:44: Das war kurz und knapp, kann ich auch wieder nur ein Stempel drauf geben.

00:10:47: Mirjam zum Abschluss Wir sind gleich durch.

00:10:50: Vervollständige doch bitte mal den Satz Der Zentrumsrat wäre noch besser, wenn Pünktchen.

00:10:57: Jetzt bin ich gespannt!

00:11:02: Wenn wir alle mehr Lebenszeit hätten, dann könnten wir mehr Zeit in den DZPG-Zentrumsrad

00:11:09: einbringen.

00:11:10: Ja toll, danke dir.

00:11:11: Und jetzt noch was ganz Persönliches zum Abschluss... ...wenn du dein Kopf frei bekommen würdest oder willst.

00:11:19: Welche Musik hörst du da?

00:11:21: Kölschemusik.

00:11:24: Und zwar quer durch den Garten, ich bin damit aufgewachsen auch noch mit so ganz alten Lesern aber heutzutage es gibt keine andere Stadt in Deutschland die so viele Bands hat angefangen von Black Fist, Parvaya, Höhner Brings und so weiter und sofort.

00:11:39: und das ist einfach das was ich gerne höre um die Kopf freizugeben.

00:11:42: Ganz ganz liebendank liebe Miriam!

00:11:44: Es war mir wie immer eine Freude Ich verabschiede mich von dir, verabscheide mich von unseren Hörern.

00:11:50: Schaltet auch zu unserem nächsten Podcast gerne wieder ein!

00:11:53: Das war People at TZR heute mit Miriam Beer und Oli Fortmann.

00:11:58: ich danke euch und tschüss bis zum nächsten Mal.

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